Socialisti non dogmatici

Aus MNwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Socialisti non dogmatici (imp. undogmatische Sozialisten) sind eine neomarxistisch geprägte interdisziplinäre Schule in Heroth. In ihrer Hochphase, die von den 1960er bis 1980er Jahren andauerte, entwickelte sie in mehreren Wissenschaftsdisziplinen Konzepte zur Umsetzung sozialistischer und kommunistischer Ideen in einer liberalen und demokratischen Gesellschaft.

Als zentrale Figuren gelten der Philosoph und Soziologe Antonio Testa (1904-1974), der Ökonom Paolo Gardelli (1930-2014) sowie der Politikwissenschaftler Maximilian von Schellenberg (1926-2001).

Geschichte und Entwicklung[Bearbeiten]

Erste Generation[Bearbeiten]

Antonio Testa 1966

Die erste Generation der Socialisti non dogmatici hatte ihr Zentrum am Institut für Soziologie in Muxt, das 1958 dort als eigenständige Einrichtung gegründet wurde. Antonio Testa war einer von drei Gründungsprofessoren am Institut und wurde 1960 zum Institutsdirektor gewählt. Er legte in den Folgejahren einen Schwerpunkt auf ein Soziologieverständnis, das sich an einem emanzipativen Bildungsideal orientierte und durch ein Zusammenspiel von familiärer Erziehung, Bildungssystem und wirtschaftlicher Ordnung die Basis für ein solidarisches Zusammenleben schaffen sollte, das die Ideale des Kommunismus im Rahmen einer freiheitlichen Demokratie verwirklicht.

Der Politikwissenschaftler Maximilian von Schellenberg war ab 1958 Assistent am staatswissenschaftlichen Institut in Muxt und wurde 1964 zum Professor berufen. Er war stark von Testa beeinflusst und ist Koautor mehrerer seiner Bücher. Ab 1978 lehrte er in seiner Heimat Rotberg und arbeitete dort an einem Konzept einer demokratischen Wirtschaft, wandte sich aber ab Mitte der 1980er Jahre stärker der Kritik des liberalen Staats aus marxistischer Perspektive zu.

Zweite Generation[Bearbeiten]

Als zweite Generation wird eine Reihe von Wissenschaftlern bezeichnet, die mit Testa größtenteils durch eine Assistententätigkeit, Promotion oder Habilitation verbunden waren. Stark durch Testas Ideen beeinflusst, unterschieden sie sich von dessen Arbeit vor allem durch ihre Integration verschiedener Ansätze. Gleichzeitig arbeiteten sie auf die Realisierung von Testas Postulat hin, dass die Grundlagen einer gerechten Gesellschaft in den verschiedenen Fachdisziplinen (Soziologie, Politikwissenschaft, Ökonomie, Pädagogik, Psychologie) erarbeitet werden müssen. So begann Paolo Gardelli, der von 1958 bis 1961 bei Testa promoviert hatte, nach der Berufung auf den Lehrstuhl für theoretische Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Lucia 1969 an der Formulierung einer ökonomischen Theorie eines liberalen Sozialismus, die sich anfangs auf klassische marxistische Begrifflichkeiten, später stärker auf institutionenökonomische Grundlagen bezog.

Vergleichbare Unterfangen wurden auch in der Reformpädagik der 1970er Jahre sowie der Psychologie begonnen, deren Protagonisten neben Muxt auch St. Lucia und Watoran als Wirkungsorte hatten.

Erbe[Bearbeiten]

Durch die konservative Wende im Heroth der 1980er Jahre sahen sich die undogmatischen Sozialisten zunehmend auf auf eine rein theoretische Rolle begrenzt, was ihren praktischen Anspruch in eine Krise führte und bedingte, dass seit Mitte der 1980er vor allem theoretische Abhandlungen zu den Socialisti non dogmatici erschienen. Erst ab Ende der 1990er Jahre erregten ihre Schriften wieder in höherem Maße das Interesse der Politik. Seit 2007 wurden durch die Landesregierungen von Montgomery Scott, Palin Waylan-Majere und Bernardo Macaluso eine Reihe von Gesetzesvorhaben unter Rückgriff auf die Ideen und Ideale der Socialisti non dogmatici durchgeführt.

Kritik[Bearbeiten]

Von liberaler Seite sahen sich die Socialisti der Kritik ausgesetzt, trotz der positiven Rezeption des liberalen Rechtsstaats totalitäre Konzepte zu verfolgen, vor allem durch ihre weitreichenden Ideen zur Erziehung sowie zur starken Regulierung der Wirtschaft. Vereinzelt haben Liberale die Arbeiten der Socialisti aber auch positiv aufgenommen.

Aus marxistischer und kommunistischer Sicht waren die Ideen wiederum nicht radikal genug: Durch die Akzeptanz der bürgerlichen Gesellschaft als Grundlage ginge man hinter den Stand des klassischen Marxismus zurück und verweigere sich einer Kritik des liberalen Demokratie und der bürgerlichen Rechte.